Wissenswertes für Beamtinnen und Beamte - Ausgabe 2009: Kapitel 7. Arbeitszeit und Urlaub (Teil 2), Arbeitszeitflexibilisierung

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Arbeitszeit und Urlaub, Teil 2

Arbeitszeitflexibilisierung
Mit der 11. Verordnung zur Änderung der Arbeitszeitverordnung, die am 1. August 1999 in Kraft trat, wurden die Flexibilisierungsvorschriften der Arbeitszeit im Bund spürbar verbessert. Die Bundesregierung wollte mit der Flexibilisierung der Arbeitszeit sowohl dienstlichen Interessen als auch den persönlichen Bedürfnissen der Beschäftigten Rechnung tragen. Die Verordnung über die Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten des Bundes vom 23. Februar 2006 regelt sowohl die Festlegung von Kernarbeitszeiten bzw. Funktionszeiten als auch abweichende Freistellungsregelungen, die bisher von der Zustimmung der obersten Dienstbehörde abhängig waren. Kernpunkte der Arbeitszeitflexibilisierung sind:
  • gleitende Arbeitszeit bei automatisierter Zeiterfassung,

  • Festlegung von Kernarbeitszeiten bzw. Funktionszeiten durch die oberste Dienstbehörde,

  • der Abrechnungszeitraum bei Gleitzeit für das Über- oder Unterschreiten der regelmäßigen Arbeitszeit wird auf das Kalenderjahr bzw. zwölf Kalendermonate festgelegt,

  • Über- oder Unterschreitungen der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit sind grundsätzlich innerhalb des Abrechnungszeitraums auszugleichen; Unterschreitungen der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit sind bis zu höchstens 40 Stunden zulässig; in den nächsten Abrechnungszeitraum dürfen höchstens 40 Stunden übertragen werden,

  • für den Zeitausgleich dürfen bis zu zwölf Gleittage im Jahr in Anspruch genommen
    werden; wenn es dienstlichen Belangen förderlich oder nach den dienstlichen Verhältnissen zweckmäßig ist, können bis zu 24 Gleittage zugelassen werden,

  • bei festgelegter Kernarbeitszeit können auch halbe Gleittage zugelassen werden; liegen wichtige persönliche Gründe vor, kann der unmittelbare Vorgesetzte im Einzelfall genehmigen, dass die Kernarbeitszeit nicht eingehalten werden muss.

  • Über diese Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung hinaus sind die Modelle
    „souveräner“ Arbeitszeitgestaltung, wie sie der DGB befürwortet, noch vielfältiger. Wo sie, wie im Projekt „Flexible Arbeitszeiten im Team“ (FAZIT) des Bundesverwaltungsamtes praktiziert werden, stellt sich heraus, dass sich mit einem bedarfs- und bedürfnisgerechten Mix aus verschiedenen Maßnahmen die unterschiedlichen Interessen der „Kundinnen und Kunden“, der Beschäftigten und des Dienstherrn durchaus miteinander in Einklang bringen lassen. Ausführliche Informationen zum Thema „Zeitsouveränität“ mit zahlreichen Beispielen verschiedener Arbeitszeitmodelle und weiteren Links finden sich im Internet unter: www.beamten-informationen.de
    (Service, Beamten-Info, Serviceteil).


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